Wenn Hundebetreuung wächst, fehlt meistens nicht das Herz — sondern die Software.
Franziska Wutzke betreibt Weggefährten · DogWalks & Care in Gernsheim. Sie kennt jeden Hund beim Namen, plant Walks nach Charakter und Hitzewert — und hat trotzdem irgendwann an dem Punkt gestanden, an dem Excel, WhatsApp und Notizbuch nicht mehr mitkamen. Für sie haben wir zwei Dinge gleichzeitig gebaut: eine neue Website, die ihrer Marke gerecht wird, und ein eigenes Dashboard, das ihr den Papierkram abnimmt.
Weggefährten · DogWalks & Care
Die Ausgangslage
Klassisches Hundebetreuungs-Business: ein Auto, eine fixe Route, vier feste Hundegruppen, ein Telefon, das immer klingelt. Franziska kannte ihren Kalender im Kopf — aber genau das wurde zum Engpass. Anfragen kamen über drei Kanäle: WhatsApp, Telefon, Instagram-DM. Verträge wurden ausgedruckt, unterschrieben, eingescannt, in einen Ordner gelegt. Rechnungen schrieb sie monatlich in einer Excel, die mit jedem Kunden länger wurde.
Dazu kam der Wunsch, das Geschäft sichtbarer zu machen. Die alte Website war ein Baukasten aus 2018, mobil nicht wirklich brauchbar, und über Google praktisch unsichtbar. Wer nach „Hundebetreuung Gernsheim" suchte, fand sie nur, wenn er gezielt den Namen kannte.
Das Ziel war also doppelt: ein neuer Auftritt, der zu ihr passt — und ein Werkzeug, das ihr Arbeit abnimmt, statt welche zu machen.
Die Website — warm, persönlich, mobil-first
Die neue Website unter weggefaehrten-hundebetreuung.de spielt bewusst nicht im üblichen „professional Corporate"-Stil. Wir haben mit Franziska gemeinsam eine warme, naturnahe Bildsprache entwickelt: gedeckte Grüntöne, Pfotenabdrücke als dezentes Muster, eine elegante Serifenschrift (Cormorant Garamond) für die Headlines, dazu eine ruhige Sans-Serif für Fließtext.
Inhaltlich gibt es vier zentrale Seiten:
- Startseite — mit klarer Antwort auf die Frage „Was wir tun, für wen, in welcher Region"
- Leistungen — Gruppen-Walks, Einzelbetreuung, Urlaubsbetreuung, Hunde-Hotel
- Über uns — Franziska persönlich, ihre Hunde, ihr Hintergrund
- Anfrage — strukturiertes Formular, das alle nötigen Infos auf einmal abfragt (Hund, Alter, Charakter, gewünschtes Paket, freie Tage)
Technisch ist die Site statisch ausgespielt (HTML/CSS/JS), läuft auf einem deutschen Hoster, und ist mit allem ausgestattet, was eine moderne Website 2026 braucht: SEO-Struktur, Schema.org-Markup für lokale Geschäfte, DSGVO-konformes Cookie-Banner, Accessibility-Widget, und Performance-Optimierung (Bilder als WebP, Fonts lokal gehostet, Lighthouse 100/100/100/100).
Das Dashboard — der eigentliche Game-Changer
Die Website ist die Visitenkarte. Aber das Werkzeug, mit dem Franziska wirklich Zeit gewinnt, läuft hinter dem Login: ein maßgeschneidertes Dashboard, das genau ihren Workflow abbildet — und nichts dazu.
Sieben Bereiche, jeder mit einem klaren Job:
Was diese Tools von einer Standard-CRM-Lösung unterscheidet: jede Funktion ist auf Hundebetreuung zugeschnitten. Der Walk-Plan kennt das Konzept „Hundegruppe", die Rechnungs-Logik kennt „Abo" (3 Tage/Woche, 5 Tage/Woche, Einzelabruf), die Anfragen-Maske kennt die richtigen Felder (Charakter, Verträglichkeit mit anderen Hunden, freie Tage).
Es gibt keine ausgegrauten Felder, keine ungenutzten Tabs, keine 30-Minuten-Tutorials. Wenn Franziska morgens das Dashboard öffnet, sieht sie als erstes: heutige Walks, Wetter, ungelesene Anfragen — der Rest ist einen Klick entfernt.
Was sich verändert hat
Drei Monate nach Go-Live haben wir zusammen Bilanz gezogen:
- Rechnungen schreiben: früher 3–4 Stunden am Monatsende, jetzt 12 Minuten
- Anfragen-Antwortzeit: von durchschnittlich 18 Stunden auf unter 2 Stunden — alle Infos sind beim ersten Klick auf die Anfrage da
- Sichtbarkeit: über organische Google-Suche kommen 6–9 qualifizierte Anfragen pro Monat (vorher: 0–2)
- Buchhaltungs-Übergabe: CSV-Export an die Steuerberatung statt monatlichem Excel-Patchwork
Tech-Stack
Wir haben bewusst nicht mit einem klassischen CRM (HubSpot, Pipedrive) oder einer Branchen-Software gestartet. Beides hätte Franziska gezwungen, ihren Workflow an die Software anzupassen — das wollten wir umgekehrt machen. Custom-Code klingt erstmal teurer, ist aber langfristig billiger als eine SaaS-Lizenz, die mit jedem zusätzlichen Hund teurer wird.
Warum wir die Story erzählen
Weil sie ein gutes Beispiel ist für eine Sorte Projekt, die wir gerne machen: kleine Betriebe, klare Anforderungen, ein bisschen Mut zur Eigenständigkeit statt Standard-Tools. Hundebetreuung, Heilpraxis, Werkstatt, Friseur, Bäckerei, Steuerberater — überall, wo eine Person oder ein kleines Team die operative Arbeit macht, ist eine Software, die genau deren Realität abbildet, mehr wert als ein 200-Feature-Generalist.
Und das Schöne: Sobald das Grundgerüst steht, lässt es sich erweitern. Im Dashboard von Weggefährten kommen demnächst eine SMS-Erinnerung für No-Shows, ein digitales Impfpass-Archiv und eine Probewalk-Kalender-Integration. Schritt für Schritt, ohne dass das ganze System neu gebaut werden müsste.
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